
Taekwondo ist eine in Korea entwickelte Kampfsportart und gehört heute neben anderen Budosportarten, wie Karate oder Judo, zu den populärsten Kampfkünsten der Welt.
Die Geschichte des heute bekannten Taekwondo ist traditionsreich und führt in der Geschichte Koreas mehrere Jahrhunderte zurück. So ist das Taekkyon, eine alte koreanische Kriegskunst, bereits in frühester Zeit entstanden und ein entfernter Vorläufer des heutigen Taekwondo.
Weiterentwickelt aus den Einflüssen des Taekkyon und des japanischen Shotokan-Karate, entstand in den 1940er Jahren – nach der Zeit der japanischen Herrschaft in Korea – eine eigene Kampfkunst, die durch den südkoreanischen Generalmajor Choi Hong-hi, zur Reife des gegenwärtigen Taekwondo entwickelt wurde.

Gen. Choi Hong-hi (1918 - 2002)
Im Jahr 1955 wurde die „neue“ Kampfkunst zum ersten Mal auch unter dem Namen TAEKWONDO bekannt.
Das TAE steht hierbei für die Vereinigung aller Fußtechniken, KWON für die Vereinigung aller Handtechniken und das DO für den geistigen Weg, bzw. die mentale Lehre, die jeder Sportler durchläuft.
General Choi Hong-hi gilt heute für viele aktive Sportlerinnen und Sportler auch als „Vater des Taekwondo“.
Gegen Ende der 1950er Jahre bereiste ein Demonstrationsteam verschiedene Länder, um Taekwondo auch außerhalb der koreanischen Halbinsel bekannt zu machen. Der Erfolg war herausragend, sodass sich die Sportart ab Mitte der 1960er Jahre auch in Deutschland etablieren konnte.
Großmeister Kwon Jae-hwa, ein direkter Schüler von Choi Hong-hi, trägt für den Erfolg in Europa und speziell in Deutschland einen außerordentlichen Verdienst.
Im Jahr 1966 gründete Choi Hong-hi in Seoul die International Taekwon-Do Federation (ITF), einen Taekwondo-Verband, um die Popularität der Sportart weiter zu fördern und zu festigen.
Kurze Zeit später wurde mit der World Taekwondo Federation (WTF) ein weiterer großer Verband gegründet, welcher sich deutlich von den traditionellen Werten der ITF unterschied.
Der später in World Taekwondo (WT) umbenannte Verband, steht heute für das wettkampforientierte Taekwondo, wie es z.B. im Vollkontakt bei den Olympischen Spielen zu sehen ist.
Das ebenfalls weltweit verbreitete Taekwondo der ITF wird heute hingegen oftmals als das "Traditionelle Taekwondo" bezeichnet und vermittelt viele der ursprünglichen Werte, die von General Choi Hong-hi geprägt wurden.
Folglich sind unter anderem mehrere Grundsätze entstanden, die auch als 5 Tugenden des Taekwondo bekannt sind:
1. Höflichkeit
2. Integrität
3. Durchhaltevermögen
4. Selbstdisziplin
5. Unbezwingbarkeit
©Text: Marco Denninghaus
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